Informationsangebot zu Entscheidungszwängen im Internet

da-pa.ch ist eine Plattform des Schweizer Konsumentenschutzes, die sogenannte Dark Patterns sichtbar macht – also Gestaltungstricks auf Webseiten und in Apps, mit denen Nutzende zu bestimmten Entscheidungen gedrängt oder verleitet werden. Dazu gehören etwa künstlicher Zeitdruck, irreführende Schaltflächen, vorausgewählte Zusatzangebote oder unnötig komplizierte Kündigungswege.
Besonders anschaulich ist die „Hall of Shame“: Dort werden reale Beispiele problematischer Designs gesammelt und verschiedenen Formen der Manipulation zugeordnet. Nutzer können zudem selbst entdeckte Dark Patterns melden. So wird sichtbar, wie subtil digitale Oberflächen unser Verhalten beeinflussen können.
Bildungsbezogen eignet sich das Webangebot für Medienbildung, Verbraucherbildung und Digitale Grundbildung. Schülerinnen und Schüler können einzelne Beispiele untersuchen, die dahinterliegende Manipulationsstrategie benennen und überlegen, wie eine faire Alternative gestaltet sein müsste. Damit lässt sich bspw. kritische Medienkompetenz fördern, aberauch ein genauer Blick auf alltägliche Online-Shops, Apps, Cookie-Banner und Buchungsplattformen trainieren.
Das für Nutzende nachteilige Schnittstellendesign “Dark Patterns” wurde 2018 erstmalig beschrieben. Weitere Informationen finden sich auf der ehem. Projektwebseite dapde.de, auf Verbraucherzentrale.de (auch mit Unterrichtsmaterial), der AK NÖ sowie in einem Beitrag auf taptapclick.de.
Bezogen auf Computerspiele informiert u.a. der Spieleratgeber NRW sowie die englischsprachige Webseite Dark Pattern Games.
Kleine spielerische Anwendungen zum Thema sind “Wer zustimmt verliert” und “Jelly Fun” der AK NÖ, die auch dieses Infovideo bereitstellt:
Ein weiteres Video zum Thema stellt der Kanal “So many tabs” zur Verfügung.




