Greenscreen Studio

Greenscreen-Aufnahmen direkt im Browser

Bildquelle: Screenshot Greenscreen Studio

Das Greenscreen-Studio von Schooltools in Kooperation mit dem Wiener Bildungsserver ist ein einfaches browserbasiertes Werkzeug, mit dem sich Greenscreen-Aufnahmen direkt am Computer, Tablet oder Smartphone erstellen lassen. Eine zusätzliche App oder spezielle Software ist nicht notwendig. Als Hintergrund können vorgegebene Bilder sowie eigene Bilder oder Videos verwendet werden.

Zu Beginn wird die Farbe ausgewählt, die ersetzt werden soll – etwa Grün, Blau, Gelb oder Rot. Im Studio kann die zu entfernende Farbe zusätzlich direkt aus dem Kamerabild ausgewählt und über Farbtoleranz und Kantenweichheit angepasst werden. Anschließend lassen sich Fotos und Videos aufnehmen, in einer Vorschau kontrollieren und speichern.

Kamerawechsel, Spiegelung und Vollbildmodus stehen ebenfalls zur Verfügung. Je nach Browser und Gerät kann der Vollbildmodus technisch eingeschränkt sein; in diesem Fall gibt das Tool einen entsprechenden Hinweis.

Kooperationsprojekt

Das Greenscreen-Studio wurde von Helmut Pecher für Schooltools in Kooperation mit dem Wiener Bildungsserver entwickelt. Konzeption und Gestaltung des Webtools erfolgten unter Zuhilfenahme von KI (ChatGPT 5 und Gemini 3.5 Flash). Die Bild- und Videoverarbeitung erfolgt direkt im Browser; eigene Aufnahmen und Hintergründe werden nicht übertragen. Die Anwendung funktioniert am PC ebenso wie auf mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet.

Didaktisch eignet sich das Greenscreen-Studio für zahlreiche kreative und fächerübergreifende Unterrichtsideen. Lernende verbinden dabei fachliche Inhalte mit Mediengestaltung, Sprechen, Präsentieren und kooperativem Arbeiten. Durch den frei wählbaren Hintergrund können auch Situationen dargestellt werden, die im Klassenraum sonst nur schwer umzusetzen wären.

Nachrichten und Reportagen: Lernende gestalten Nachrichtensendungen zu aktuellen oder historischen Themen, berichten von Ereignissen oder produzieren kurze „Live-Schaltungen“ an unterschiedliche Orte.

Interviews und Rollenspiele: Historische Persönlichkeiten, Figuren aus Büchern oder (fiktive) bekannte Personen können interviewt werden. Auch Alltagssituationen, Streitgespräche oder Beratungsgespräche lassen sich nachspielen.

Erklärvideos und Präsentationen: Sachthemen können vor passenden Bildern, Karten, Diagrammen oder Illustrationen erklärt werden. So entstehen kurze Lernvideos, Tutorials oder digitale Referate.

Virtuelle Reisen: Einzelne Kinder oder die Klasse reist scheinbar in andere Länder, Landschaften, Museen oder sogar ins Weltall. Besonders gut eignet sich das für Geografie, Geschichte, Sachunterricht oder Naturwissenschaften.

Fremdsprachenunterricht: Dialoge können in einem virtuellen Restaurant, Hotel, Geschäft oder an einem Bahnhof stattfinden. Dadurch entstehen authentisch wirkende Sprechanlässe und kleine Szenen.

Wetterberichte: Vor einer Wetterkarte präsentieren Kinder Vorhersagen, erklären Klimazonen oder vergleichen das Wetter verschiedener Regionen.

Geschichte lebendig machen: Historische Schauplätze können als Hintergrund dienen. Lernende berichten beispielsweise „direkt“ aus einer bestimmten Epoche oder stellen historische Ereignisse in kurzen Szenen dar.

Deutsch und Literatur: Buchszenen, Märchen, Gedichte oder selbst geschriebene Geschichten können inszeniert werden. Auch Buchvorstellungen oder Figureninterviews lassen sich abwechslungsreich gestalten.

Dabei steht nicht nur das fertige Video im Mittelpunkt. Bereits Planung, Recherche, Schreiben eines kurzen Drehbuchs, Rollenverteilung, Aufnahme und gemeinsame Reflexion bieten zahlreiche Lerngelegenheiten und fördern Medienkompetenz, Kreativität und Zusammenarbeit.

TV-Sendestudios benutzen häufig professionelle Greenscreen-Studios, um Personen vor unterschiedliche virtuelle Hintergründe zu setzen. Besonders bekannt ist dieses Verfahren etwa von Wetterberichten, bei denen Moderierende vor einer meist grünen Fläche stehen und später digital vor Wetterkarten oder Grafiken erscheinen. Das gleiche Prinzip wird auch bei Nachrichtensendungen, Sportübertragungen, Filmproduktionen oder Erklärformaten eingesetzt. Dadurch lassen sich reale Aufnahmen und digitale Inhalte flexibel miteinander verbinden. Die auch als Chroma-Keying bezeichnete Technik wird seit den 1930er Jahren genutzt.

Folgendes Video von CHIP erklärt technische Hintergründe und Funktionsweise.

Videoquelle: YouTube
  • Eigene Greenscreen-Videos und -Fotos direkt im Browser erzeugen
  • Personen vor beliebige Bilder, Karten, Grafiken oder in Szenen setzen
  • Vielseitige Lernprodukte wie Nachrichtensendungen, Wetterberichte, Interviews, Erklärvideos, Rollenspiele und Präsentationen erstellen

  • Kostenlos
  • Deutsch
  • Ohne Anmeldung nutzbar


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