Spielerisch das Morsealphabet kennenlernen

Mit Hello Morse lässt sich das internationale Morsealphabet auf spielerische Weise kennenlernen. Die Webanwendung vermittelt, wie Buchstaben mithilfe kurzer und langer Signale – Punkten und Strichen – dargestellt werden. Über zwei einfache Eingabefelder können die Lernenden selbst Morsezeichen eingeben und Schritt für Schritt das Alphabet erkunden. So wird aus einem historischen Kommunikationssystem ein interaktives Lernspiel.
Bei der visuellen Lernmethode wird jeder Buchstabe wird mit einem einprägsamen Bild verknüpft, dessen Gestaltung die jeweilige Kombination aus Punkten und Strichen veranschaulicht. Anschließend müssen die Lernenden die richtigen Zeichenfolgen selbst eingeben. Mit zunehmendem Lernfortschritt werden die bildlichen Hilfen reduziert, sodass die Morsezeichen allmählich aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Die unmittelbare Rückmeldung unterstützt das selbstständige Üben.
Hello Morse entstand im Rahmen eines Projekts von Google Creative Lab gemeinsam mit der Entwicklerin Tania Finlayson, die selbst auf unterstützte Kommunikation angewiesen ist. Ziel war es, das Morsealphabet als barrierearme Eingabemöglichkeit bekannter zu machen.
Das Webtool ist für die Nutzung auf mobilen Endgeräten konzipiert. In Googles Bildschirmtastatur Gboard können Texte auch durch die Eingabe von Punkten und Strichen geschrieben werden. Die Morse-Eingabe lässt sich dabei mit speziellen Schaltern und weiteren Bedienungshilfen kombinieren, sodass auch Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit digitale Geräte bedienen können.
Unterrichtsbezogen bietet Hello Morse Zugänge zu den Themen Kommunikation, Codierung und Barrierefreiheit. Die Kinder können ausprobieren, wie sich Informationen mit nur zwei unterschiedlichen Zeichen übertragen lassen, und dabei grundlegende Prinzipien digitaler Informationsverarbeitung kennenlernen. Auch die Geschichte der Telegrafie lässt sich damit verbinden.
Das nachfolgende Video erzählt mehr zur Entstehungsgeschichte des Projekts:




