Prozesse, Perspektiven und Entscheidungsfindungen spielend thematisieren

Das Rad der Demokratie ist ein von Alexander Pfeiffer und Sandra Stella konzipiertes, digitales Spiel- und Reflexionsangebot, das demokratische Prozesse, Perspektivenwechsel und Entscheidungsfindung in Gruppen thematisiert. Das Tool kann in der Schule, in der Lehrkräftebildung, in der politischen Bildung sowie in der außerschulischen Jugendarbeit eingesetzt werden.
Im Zentrum steht ein zufallsbasiertes Rollenspiel. Die Teilnehmenden erhalten Rollen, Orte und Situationen und überlegen gemeinsam, wie sie auf bestimmte Herausforderungen reagieren. Dadurch können Fragen rund um Beteiligung, Verantwortung, Konfliktlösung, Machtverhältnisse, Fairness und demokratische Aushandlungsprozesse sichtbar gemacht werden. Das Spiel dient damit nicht nur der Aktivierung, sondern vor allem auch als Ausgangspunkt für Reflexion und Diskussion.

Das Angebot stellt unterschiedliche Szenarien bereit, unter anderem Schulalltag, Ritterburg und Mars-Kolonie. Es können Anzahl der Spielenden sowie Rundenzahl festgelegt werden. Je nach Zielgruppe und pädagogischem Kontext kann dadurch ein alltagsnaher, historisch-fantastischer oder zukunftsbezogener Rahmen gewählt werden. Die Durchführung ist analog, digital oder hybrid möglich, wodurch sich das Tool flexibel in verschiedene Unterrichts- und Workshopsettings integrieren lässt.

Rollen und Situationen müssen zu Beginn des Spiels auf einem Glücksrad gedreht, Situation und Dialog-Szenario per Würfel zufällig festgelegt werden. Ein Timer sorgt für eine begrenzte Zeit der Diskussion.
Für den pädagogischen Einsatz bietet sich besonders die anschließende Auswertung an. Lehrpersonen können mit den Teilnehmenden besprechen, welche Entscheidungen getroffen wurden, welche Interessen vertreten waren, wer beteiligt oder ausgeschlossen wurde, welche Konflikte entstanden sind und welche demokratischen Prinzipien dabei erkennbar wurden. Auf diese Weise lassen sich Erfahrungen aus dem Spiel mit Themen wie Partizipation, Diversität, Mitbestimmung und Konfliktkultur verbinden.




