Gruppenarbeit

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Gruppenarbeit und Kollaboration erfordern von den Beteiligten die Beachtung einiger Grundregeln:

  1. Vorbereitung: Eine gelingende Gruppenarbeit beginnt mit einer gemeinsamen Zielklärung. Alle Beteiligten sollten die Aufgabenstellung verstehen, sich inhaltlich vorbereiten und über Vorgehensweise, Rollen und Zeitplanung abstimmen.
  2. Strukturierung: Wichtig sind eine klare Gliederung des Arbeitsprozesses, sinnvolle Teilschritte und eine faire Aufgabenverteilung. Regelmäßige Absprachen helfen dabei, den Überblick zu behalten und gemeinsam am Ziel zu arbeiten.
  3. Zusammenarbeit: Gute Kollaboration lebt von Respekt, Verlässlichkeit und aktivem Zuhören. Unterschiedliche Ideen und Sichtweisen sollen eingebracht, besprochen und konstruktiv weiterentwickelt werden. Auch digitale Werkzeuge können die Zusammenarbeit unterstützen.
  4. Ergebnis: Am Ende sollten die Beiträge der einzelnen Gruppenmitglieder zusammengeführt, überprüft und in eine verständliche Form gebracht werden. Dabei soll das gemeinsame Ergebnis fachlich stimmig und nachvollziehbar sein.
  5. Reflexion: Ein kurzer Rückblick auf den Arbeitsprozess hilft, gelungene Aspekte, Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen.

Grundsätzlich folgt Gruppenarbeit der Logik:
Verstehen > Planen > Zusammenarbeiten > Zusammenführen > Reflektieren

In den einzelnen Phasen können unterschiedliche digitale Tools begleiten, unterstützen und kollaborative Formen fördern.

Vorbereitung und Check-in: Diese Phase dient dem gemeinsamen Ankommen, der Klärung der Aufgabenstellung und der ersten Orientierung. Die Lernenden sollen verstehen, worum es geht, welches Ziel verfolgt wird und wie die Gruppenarbeit ablaufen kann. Check-in-Elemente helfen dabei, Erwartungen, Stimmung und Vorwissen sichtbar zu machen und die Gruppe auf die Zusammenarbeit einzustimmen.

Zufallstools zur Gruppeneinteilung unterstützen die Vorbereitungsphase, indem sie Gruppen rasch, fair und motivierend zusammenstellen und so einen gelungenen Einstieg in die Zusammenarbeit ermöglichen.


Strukturierung: In diesem Bereich könnten die Tools stärker auf Planung, Ordnung und Rollenverteilung ausgerichtet sein. Denkbar sind Werkzeuge für Aufgabenverteilung, Zeitplanung bzw. Timer, Gruppenrollen, Schrittfolgen, Priorisierung oder die Gliederung eines Arbeitsprozesses.

Brainstormingtools unterstützen Planung und Orientierung, indem sie erste Ideen, Vorwissen und Perspektiven sichtbar machen und so eine gemeinsame Grundlage für die weitere Gruppenarbeit schaffen.


Zusammenarbeit: Hier sollten die Tools in Richtung gemeinsames Arbeiten, Abstimmen und Entscheiden gehen. Also etwa Tools zum gemeinsamen Sammeln von Ideen, zum Diskutieren, Bewerten, Abstimmen, Aushandeln oder kooperativen Entwickeln von Inhalten. Auch Regeln der Zusammenarbeit oder Kommunikationshilfen könnten hier eine Rolle spielen.

Wahre Alleskönner sind Tools, die agile Teams und Projektplanung begleiten.

Kollaborative Pads fördern die Zusammenarbeit, weil mehrere Personen gleichzeitig Ideen festhalten, strukturieren und weiterentwickeln können.

Tweetbacks unterstützen die Zusammenarbeit, indem sie kurze, prägnante Reaktionen auf Ideen, Beiträge oder Ergebnisse ermöglichen und damit Austausch und Rückmeldung fördern. Die Argumentationswippe unterstützt die Gruppe dabei, unterschiedliche Positionen, Argumente und Gegenargumente sichtbar zu machen, abzuwägen und gemeinsam zu besprechen. Dadurch fördert sie nicht nur das inhaltliche Arbeiten, sondern auch den Austausch und die Verständigung in der Gruppe.


Ergebnissicherung und Präsentation:
In dieser Phase werden die erarbeiteten Inhalte zusammengeführt, geordnet und überprüft. Ziel ist es, ein gemeinsames Ergebnis festzuhalten und so aufzubereiten, dass es für andere verständlich und nachvollziehbar wird.

Pinnwände, Mindmaps, Präsentationstools, Plakat-Tools, Listen bzw. Checklisten und Feedbacktools unterstützen die Ergebnissicherung und Präsentation, indem sie helfen, gemeinsame Arbeitsergebnisse sichtbar, verständlich und präsentierbar zu machen.


Reflexion und Check-out:

Am Ende der Gruppenarbeit geht es darum, den Arbeitsprozess und das Ergebnis noch einmal bewusst in den Blick zu nehmen. Die Lernenden können Rückmeldungen geben, Gelungenes benennen, Schwierigkeiten ansprechen und festhalten, was sie aus der Zusammenarbeit mitnehmen. Neben vielen Tools zur Reflexion passen auch Anwendungen zum Feedback, zur Auswertung und zum bewusstem Abschluss.

Tools wie der Digitale Stuhlkreis oder Oncoo unterstützen fördern den abschließenden Austausch und eine strukturierte Zusammenarbeit.

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