RULER.game

Webbasierte Programmierumgebung für Spiele

Bildquelle: Screenshot Ruler Game

RULER.game ist eine webbasierte Programmierumgebung der PH Nordwestschweiz, mit der Lernende eigene kleine Spiele entwickeln können. Im Mittelpunkt stehen Figuren, Spielwelten und Regeln, die direkt ausprobiert und verändert werden. Dabei können zum Beispiel Spielfiguren bewegt, Objekte eingesammelt, Kollisionen festgelegt oder einfache Abläufe im Spiel gestaltet werden.

Ein Spiel über eine Art Baukasten gestaltet: Lernende wählen oder erstellen Figuren, legen eine Spielwelt fest und bestimmen dann durch einfache Regeln, was im Spiel passieren soll. Eine Regel kann zum Beispiel festlegen, wie sich eine Figur bewegt, was passiert, wenn zwei Figuren zusammentreffen, oder wann Punkte gesammelt werden. Dadurch entsteht Schritt für Schritt ein spielbares Projekt. Man arbeitet also nicht mit fertigem Textcode, sondern gestaltet Figuren, Aktionen und Bedingungen direkt im Spiel und kann sofort ausprobieren, ob die Idee funktioniert.

Als zusätzlichen kreativen Zugang können eigene Figuren gezeichnet und in ein Spiel eingebunden werden. So lässt sich Programmieren mit gestalterischen Aufgaben verbinden

Für den Unterricht ist der unmittelbare Zusammenhang zwischen Regel und Wirkung hilfreich: Wird etwas verändert, zeigt sich das Ergebnis direkt im Spiel. Dadurch können Kinder grundlegende Ideen des Programmierens kennenlernen, ohne dass der Einstieg zu abstrakt wirkt. Sie erfahren, dass digitale Spiele nicht einfach „funktionieren“, sondern aus Regeln, Bedingungen und Entscheidungen bestehen. Auch spielerische Zugänge zu künstlicher Intelligenz sind möglich: In vorbereiteten Beispielen können Kinder beobachten, wie Figuren Wege finden oder auf bestimmte Situationen reagieren. KI wird dadurch nicht nur erklärt, sondern im Spiel sichtbar und veränderbar.

RULER.game läuft im Browser und kann ohne Installation ausprobiert werden. Für den schulischen Einsatz empfiehlt es sich, die Seite vorab auf den vorhandenen Geräten zu testen und ein einfaches Beispielprojekt vorzubereiten. Das Tool eignet sich besonders für einen handlungsorientierten Einstieg in informatisches Denken, Programmieren und digitale Gestaltung.

Eine Vorstellung des Webtools ink. Beschreibung des Umgangs und der wichtigsten Funktionen bietet folgendes Video:

Videoquelle: YouTube
  • Eigene kleine Spiele im Browser programmieren
  • Regeln, Bedingungen und Entscheidungen als wesentliche Programmierbausteine erkennen
  • Kollaborativ digital kreativ tätig werden

  • Kostenlos
  • Deutsch
  • Ohne Anmeldung nutzbar


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