Unterrichtsreflexion

Unterricht entlang klarer Dimensionen reflektieren

Bildquelle: Screenshot Unterrichtsreflexion

Mit „Unterrichtsreflexion” (unterrichtsreflexion.at bzw. schooltools.at/unterrichtsreflexion) steht auf Schooltools ein webbasiertes Instrument zur Verfügung, das die systematische Analyse und Reflexion von Unterricht unterstützt. Es richtet sich an Lehramtsstudierende und Lehrkräfte und kann sowohl in der Ausbildung als auch im schulischen Alltag oder im Mentoring-Kontext eingesetzt werden. Ziel ist es, Unterricht nicht nur situativ zu bewerten, sondern anhand klarer Kriterien strukturiert zu reflektieren.

Das Tool ermöglicht die Einschätzung zentraler Qualitätsdimensionen von Unterricht. Dazu zählen Motivierung, sprachliche Klarheit, Präsenz und Klassenführung, Strukturierung des Unterrichts, Aktivierung und Beteiligung der Lernenden, Differenzierung und Individualisierung, Feedback und Fehlerkultur sowie Lernendenorientierung und Beziehungsarbeit. Jede Dimension wird über einen Schieberegler eingeschätzt; die einzelnen Stufen sind durch kurze Beschreibungen konkretisiert. Dadurch wird die Bewertung transparenter und nachvollziehbarer und erhält eine gemeinsame begriffliche Grundlage.

Das Instrument kann sowohl zur Selbsteinschätzung als auch zur Fremdeinschätzung eingesetzt werden. Unterschiede zwischen Perspektiven lassen sich sichtbar machen und im Rahmen von Nachbesprechungen, Mentoring-Gesprächen oder kollegialer Beratung thematisieren.

Das Online-Instrument eignet sich unter anderem für:

  • Praxisbegleitung im Lehramtsstudium und Mentoring-Settings
  • Unterrichtsnachbesprechungen
  • kollegiale Beratung
  • individuelle Reflexion
  • schulinterne Entwicklungsprozesse

Das Tool stellt damit ein digitales Werkzeug zur Verfügung, das Reflexionsprozesse strukturiert und visualisiert, ohne selbst eine formale Bewertung vorzunehmen.

Die grafische Darstellung als Netzdiagramm (Radarprofil) ermöglicht einen schnellen Überblick über Stärken und Entwicklungsfelder sowie über mögliche Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Bei der Grafik können Name der zu beobachtenden Lehrperson, Datum, Beobachtungsart und Stundenthema eingetragen werden.

Zur Weiterverarbeitung stehen mehrere Exportoptionen zur Verfügung. Die Netzgrafik kann als PNG gespeichert werden, das Profil lässt sich als PDF dokumentieren oder als TXT-Datei in Textform exportieren. Zusätzlich können die zugrunde liegenden Werte als JSON-Datei gespeichert und später wieder geladen werden. Alle Daten werden ausschließlich lokal im Browser verarbeitet und gespeichert; eine Übertragung an externe Server erfolgt nicht.

Die konzeptionelle Grundlage des Instruments orientiert sich an etablierten Ansätzen der Unterrichtsforschung (vgl. Unterrichtsbeobachtung der hpb und Unterrichtsbeobachtung der PH Kiel sowie Unterrichtsreflexion mit der ZIMT-Methode). Bezugspunkte sind insbesondere Hilbert Meyers Kriterien „guten Unterrichts“ (u. a. Klarheit der Zielorientierung, Strukturierung, Aktivierung und lernförderliches Klima) sowie Andreas Helmkes Arbeiten zur Unterrichtsdiagnostik und evidenzbasierten Qualitätsmerkmalen von Unterricht (unterrichtsdiagnostik.de).

Das Tool versteht sich nicht als direkte Operationalisierung einzelner Modelle, sondern als praxisorientierte Strukturierung zentraler Qualitätsdimensionen, die in der deutschsprachigen Unterrichtsforschung breit diskutiert und empirisch untersucht wurden.

Ideenstiftend für das Reflexionstool war u.a. der didaktische Schieberegler. Die Gestaltung und Konzeption erfolgten unter Zuhilfenahme von KI (ChatGPT).

  • Unterricht entlang zentraler Dimensionen reflektieren
  • Selbst- und Fremdeinschätzung des Unterrichts unterstützen
  • Nachbesprechungen, Mentoring-Gespräche oder kollegiale Beratung ermöglichen

  • Kostenlos
  • Deutsch
  • Ohne Anmeldung nutzbar


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